Das ist die ultimative Disc Golf Challenge!

Insgeheim weiß doch jeder von uns, wie er leistungstechnisch in etwa einzuordnen ist. Und wahrscheinlich wirst du auch ungefähr wissen, wo der „Schuh gerade drückt“. Ist es wie bei den meisten von uns das Putten? Oder doch mehr Weite im Drive? Oder fehlt es dir an Präzision bei deinen Approaches? Du alleine kennst die Antworten.

Wenn es allerdings zu detaillierteren Fragen wie zum Beispiel: „Wie viele von 10 Putts machst du aus 6, 8 oder 10 Metern?“ oder „Ab welcher genauen Entfernung wechselst du von der Putt Technik zu Backhand oder Sidearm Approaches?“ oder „Ab wie vielen Metern wirfst du nicht mehr aus dem Stand, sondern mit Anlauf?“ kommt, dann blicken wir nicht selten in ratlose Gesichter.

Dabei liegt der Teufel auch beim Disc Golf wie so oft im Detail verborgen. Und während unserer – teils festgefahrenen und monotonen – Trainingsroutinen lassen wir viele dieser mal mehr, mal weiniger (un)bekannten „Problemzonen“ häufig einfach außen vor. Denn mal ganz abgesehen von der Unkenntnis über das eigene Spiel ist die Beschäftigung mit den eigenen Schwächen alles andere als „Groovy“. 😉

Schluss damit – finden wir! Daher hat Hyzer Disc Golf Shop für dich die ultimative Challenge vorbereitet.

Warnung: „Eine Sache solltest du gleich von Anfang an wissen: „Das hier wird für dich kein Spaziergang werden!“ Dein Können wird schonungslos auf die Probe gestellt werden und wir versprechen dir, dass die Sensibilität für dein eigenes Spielverhalten nach dieser Challenge nie wieder wie vorher sein wird…“

So funktioniert die Challenge

Die eigentliche Challenge ist schnell erklärt. Es gibt 20 Abwurfstationen, welche auf eine Distanz von 100 Metern verteilt sind. Von jeder Station aus werden 10 Würfe gemacht. Insgesamt besteht die Challenge somit aus 200 Würfen.

Für jede Station gibt es eine bestimmte Zielvorgabe. Diese musst du erfüllen, um für einen Wurf einen Punkt zu bekommen. Somit können pro Station maximal 10 und minimal 0 Punkte erzielt werden. Um die Sache einfach und überschaubar zu halten, haben wir insgesamt drei unterschiedliche Zielvorgaben für dich vorbereitet:

  • Putt Ziel: (2 – 10 Meter) – Direkter Treffer
  • Approach Ziel: (12 – 50 Meter) – Annäherung auf min. 6 Meter
  • Drive Ziel: (60 – 100 Meter) – Annäherung auf min. 12 Meter

Du kannst dir natürlich auch eigene Ziele für eine individuelle Challenge setzen, oder die in dem vorgefertigten Skill-Map Vordruck verwenden. Diese haben einen mittleren bis anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad und sollten bei den meisten Spielerinnen und Spielern für ausreichend „Druck“ sorgen.

Download: Du hast keine Lust viel zu lesen und möchtest gleich loslegen? Kein Problem, den PDF Vordruck für die Challenge bekommst du hier…

Vorteile

Keiner hat je gesagt, dass es einfach werden wird. 😉 Allerdings wird sich der Aufwand für dich in jedem Fall lohnen, denn das sind die wichtigsten Vorteile dieser Challenge:

  • Bestimmung deiner genauen Trefferquote: Du wirst schonungslos erfahren, wie viele direkte Treffer – beziehungsweise Würfe, die deinen zuvor gesetzten Zielvorgaben entsprechen – du aus einer ganz bestimmten Entfernung realisierst. Besonders von Vorteil ist dabei für dich die Ermittlung deiner „Putt Safe Range“ – also die Entfernung, aus der du mindestens 80 Prozent deiner Scheiben im Korb versenkst. Aber auch deine Approach und Drive Skills werden in dieser Challenge ans Tageslicht gelangen.
  • Übergänge zwischen den Wurftechniken meistern: Einige Entfernungen sind so etwas wie „Niemandsland“. Zu weit für einen gelungenen Putt und zu kurz für eine Rückhand Annäherung. Diese Entfernungen sind höchst problematisch in der Umsetzung. Und sei dir gewiss – unsere Challenge beinhaltet sie alle.
  • Übergänge zwischen Stand und Anlauf: Würfe aus dem Stand sind bis zu einem gewissen Grad sicherer und präziser. Ab einer bestimmten Entfernung ist jedoch Werfen mit Anlauf angesagt. Du bist unsicher was das angeht? Macht nichts – nach getaner Arbeit brauchst du dir über dieses Thema keine Gedanken mehr machen.
  • Optimale Range deiner Scheiben kennen: Der Einsatz deiner Scheiben ist variabel und stark von der jeweiligen Spielsituation abhängig. Mal rippt man einen Putter auf 80 Meter. Beim nächsten Mal greift man bereits bei 40 Metern zur Mid-Range. Diese Challenge wird dir eine wertvolle Lektion darüber erteilen, mit welcher bestimmten Scheibe und auf welche bestimmte Entfernung du deine Stärken am besten ausspielen kannst.
  • Die maximale Wurfreichweite kennen: Die Challenge ist bei 100 Metern offiziell beendet. Falls du deutlich weiter wirfst, kannst du diesen Punkt mit einem grünen Haken versehen und dich entspannt zurücklehnen. Für sich im Aufbau befindliche Spielerinnen und Spieler wird sich herausstellen, ob ihnen bei 70, 80 oder 90 Metern die Puste ausgeht.

Tipp: „Die Challenge ist nicht nur zur einmaligen Durchführung gedacht! Du kannst sie auch gerne als Trainingsinstrument einsetzen und regelmäßig wiederholen. Dadurch erfährst du nicht nur, ob sich gezielte Trainingseinheiten auf deine Schwachpunkte positiv ausgewirkt haben, sondern auch mit welchen Scheiben du die besten Ergebnisse erzielst.“

Regeln

  • In der Standardausführung sind alle Wurftechniken und Wurfarten erlaubt.
  • Um „Fließbandwürfe“ zu verhindern, darfst du immer nur 2 Scheiben gleichzeitig in den Händen halten. Dadurch sollen deine Wurfabläufe mit kurzen Pausen zum Aufheben der nachfolgenden Scheiben unterbrochen werden und unrealistisches „eine Scheibe direkt nach der anderen werfen“ vermieden werden.
  • Wenn du eine Station abgeschlossen hast, muss die Markierung entfernt werden. Ansonsten würden die kürzeren Markierungen als „Zielhilfe“ dienen und dein Spielergebnis verfälschen.
  • Es dürfen während einer laufenden Challenge keine Probewürfe gemacht werden.
  • Wichtig: Während der Challenge darf kein einziger Wurf und keine Station wiederholt werden!

Achtung CHEATER: „Besonders wenn du alleine spielst, wird dich die Challenge immer wieder in die Versuchung führen, einzelne Würfe oder sogar ganze Stationen zu wiederholen. 😉 Bleib stark und lass dich darauf nicht ein. Ärgere dich auch nicht über eine niedrige Score, sondern freue dich. Du hast anscheinend gerade eine Schwachstelle von dir gefunden.“

Equipment und Vordruck

Für die Durchführung der Challenge benötigst du im Idealfall folgende Dinge:

  • Auffangkorb (1x)
  • Maßband 20m (1x)
  • Zielband (1x)
  • Putter (5x)
  • Mid-Ranges (5x)
  • Drivers (5x)
  • Challenge Vordruck (1x)
  • Schreibzeug (1x)

Optimal sind 5 gleiche Putter, Mid-Ranges und Drivers. Bei allen Scheiben innerhalb einer Distanzklasse sollte es sich um das gleiche Modell im einheitlichen Material und Gewicht handeln. Dadurch schaffst du gleichbleibende Wurfvoraussetzungen und kannst jede Station mit zwei lockeren Durchgängen absolvieren.

Das Rollmaßband zum Ausmessen der Stationen ist optional. Falls du keines hast, kannst du dir auch einfach ein 10 Meter langes Band besorgen und darauf mit einem Filzstift im Abstand von 2 Metern Markierungen einzeichnen.

Mit dem Zielband kannst du in Windeseile erkennen, ob eine Scheibe innerhalb oder außerhalb deiner Zielmarkierung liegt. Daher sollte es 12 Meter lang sein und eine Markierung bei 6 Metern haben. Wenn du das Band am unteren Ende des Korbständers befestigst, kannst du innerhalb kürzester Zeit herausfinden, ob eine Disc „in“ oder „out“ ist.

Tipp: „Falls du nicht so viele Scheiben zur Verfügung hast, kannst du dich der Challenge natürlich auch mit weniger Discs stellen. Allerdings solltest du dann bequeme Laufschuhe tragen, da so einige Kilometer zusätzlicher Laufarbeit auf dich zukommen werden. 😉

Vorbereitung und Ablauf

Check – du hast alles vorbereitet und kannst es kaum erwarten, endlich loszulegen? Perfekt, dann schnapp dir gleich deinen Challenge Vordruck und fang damit an, die allgemeinen Angaben einzutragen:

  • Name
  • Datum
  • Wetter
  • Scheiben (P), (MR), (D)

Als nächstes geht es darum, die einzelnen Abwurfstationen vorzubereiten. Für eine „flüssige“ Ausführung der Challenge hat es sich bewährt, immer gleich 5 Stationen in einem Durchgang auszumessen:

  • 2 – 10 Meter
  • 12 – 20 Meter
  • 25 – 50 Meter
  • 60 – 100 Meter

Jetzt kommt es zum angenehmen Teil der Challenge. Du wirfst jeweils 10 Würfe von jeder Station aus und notierst dir im Anschluss jeweils folgende Ergebnisse:

  • Max-D
  • Stand
  • Putt Range
  • Putt Safe Range
  • Driver
  • Mid-Range
  • Putter

Tipp: „Nutze am besten auch das Feld für die Anmerkungen. Hier kannst du dir zum Beispiel eintragen, wenn du mit einer Scheibe ab einer bestimmten Entfernung anfängst unpräzise zu werden. Diese Infos können für deine spätere Auswertung sehr hilfreich sein.“

Die Stunde der Wahrheit – Auswertung

Hervorragend! Du hast alle Würfe gemacht und den praktischen Teil deiner Challenge gemeistert. Und wahrscheinlich wird dir dein Bauchgefühl auch schon in etwa verraten haben, ob es gut oder eher schlecht für dich gelaufen ist. Daher ist es jetzt an der Zeit, mit der Auswertung zu beginnen.

Greif dir am besten gleich einen Stift und Lineal und verbinde die einzelnen Kästchen miteinander. Am besten du beginnst mit den allgemeinen Angaben (Max-D, Stand, Putt Range, Putt Safe Range, Driver, Mid-Range, Putter).

Jetzt kommen die Linien, welche deine einzelnen Stationsergebnisse miteinander verbinden, an die Reihe. Super, damit wäre die „Büroarbeit“ dann auch schon erledigt. Wenn du fertig bist, sollte dein Vordruck in etwa so wie der von „Johnny“ aussehen.

Jetzt kommt der spannende Teil der Challenge – die Auswertung deiner Stärken und Schwächen. Werfen wir also am besten gleich einmal einen näheren Blick auf Johnnys Ergebnisse. Warum wir Johnnys und nicht unsere eigenen Ergebnisse genommen haben?

Die Sache ist recht einfach erklärt. Bei einer hohen Score würdest du wahrscheinlich denken: „Ist richtig, die netten Cheater!“ Bei niedriger Score: „Wie lächerlich ist das denn bitte, und die Jungs geben anderen auch noch gute Ratschläge!“ Mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken können wir nur so viel verraten: „Wir wollten dich mit unseren 199 Punkten nicht verängstigen.“ 😉 Daher musste wieder einmal unser guter Kumpel Johnny als Versuchskaninchen herhalten.

Wenn wir einen genaueren Blick auf Johnnys Ergebnisse werfen wird schnell klar, dass der Gute ein paar ernsthafte Probleme hat.

  • Und zwar geht Johnnys Putt Trefferquote bereits ab 8 Metern hoffnungslos in den Keller. Im Wettkampf bedeutet das für ihn, dass Johnny bereits ab 8 Metern 70 Prozent seiner Putts verschenkt! Dadurch entgehen ihm eine Vielzahl an Birdies. Auch muss Johnny bei seinen Putts und Approaches immer extrem zurückhaltend vorgehen, da er bei Überschreitung seiner Putt Safe Range von 6 Metern mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent 2 weitere Würfe zum Abschluss der Bahn benötigen würde.
  • Das ist allerdings noch nicht alles. Außerdem musste Johnny schmerzhaft feststellen, dass seine Putt Range bereits bei 12 Metern erschöpft ist. Johnny ist Push-Putter und so sehr er sich auch bemüht – die Putts wollen einfach nicht länger werden. Das zwingt Johnny dazu, bereits ab 14 Metern zu Backhand Approaches zu wechseln. Das Risiko, den Korb bei einem Direktangriff auf Kettenhöhe um „Meilen“ zu überwerfen, steigt dadurch enorm. Das ist für Johnny ein echtes Problem.
  • Sehr viel sicherer ist Johnny hingegen bei seinen Approaches. Mal abgesehen von einigen wenigen Grip-Locks und unglücklich verlaufenen Abprallern vom Korb hat Johnny sehr gute Arbeit abgeliefert.
  • Den nächsten Leistungseinbruch bemerkt Johnny bei einer Distanz von 60 Metern. Das verwundert ihn, da Johnny sein Können auf diese Entfernung an sich als sehr sicher eingeschätzt hat. Ein näherer Blick auf die Skill-Map verrät uns jedoch schnell, dass Johnny bei der 60 Meter Station angefangen hat, mit Anlauf zu werfen. Die verringerte Score ist somit auf den abrupten Übergang zwischen Stand und Anlauf zurückzuführen.
  • Johnnys Drives sind für ihn zufriedenstellend verlaufen. Johnny hat sich bei seiner Scheibenwahl bewusst für die Impact im ESP Material und gegen einen Distance Driver entschieden, da er eine Scheibe spielen wollte, die nach der Landung im Ziel liegen bleibt.

OK, damit wäre Johnnys Spielanalyse auch schon abgeschlossen. Bei der Auswertung deiner eigenen Ergebnisse solltest du vor allem darauf achten, ob auch bei dir an bestimmten Stellen besondere Leistungseinbrüche vorliegen. Daran solltest du dann unbedingt gezielt arbeiten.

Verläuft deine Leistungslinie hingegen gleichmäßig und auf einem hohen Level, dann hast du im Disc Golf schon viel erreicht. Die folgende Punkteskala kann dir dabei helfen, dein persönliches Ergebnis leistungstechnisch besser einzuordnen:

  • 180 – 200 Punkte: Alter – entweder du bist ein Cheater, oder du bist schlecht in Mathe, weil du dich verrechnet hast. 😉 Wahnsinnig gute Leistung! Verrätst du uns, ob du Spin- oder Push Putter bist, und wie viele Punkte du auf den ersten 5 Stationen erreicht hast?
  • 160 – 179 Punkte: Solide Leistung – nur weiter so! Andere Spielerinnen und Spieler sollten sich vor dir in Acht nehmen.
  • 130 – 159 Punkte: Not Bad. Im besten Fall hast du mit 41 und im schlechtesten mit 70 Scheiben dein Wurfziel nicht erfüllt. An welchen Stationen hast du die meisten Punkte verschenkt?
  • 100 – 129 Punkte: OK, du hast von 200 Würfen mindestens 71 nicht ins Ziel gebracht. Langsam wird es brenzlig für dich. Aber mach dir nichts daraus. Mit ein wenig Extratraining wird es beim nächsten Mal bestimmt besser laufen.
  • 50 – 99 Punkte: Gut – wir verpacken die Antwort mal lieber in Watte: „KEULE – DU HAST DAS DING VOLLKOMMEN VERSAUT!“ Am besten du erhöhst dein Approach Ziel um weitere 5 Meter und das Drive Ziel um weitere 10 Meter.
  • 0 – 49 Punkte: Mmmmmh, nun ja…. ähhhhm, macht nichts! Du kannst dich sogar freuen. Immerhin hast du das größte Steigerungspotenzial überhaupt. Und was ist schon so eine lächerliche Challenge? Fang jetzt aber bloß nicht an, uns zu hassen… 😉

Arbeite an deinen Schwächen

Der Zweck der Challenge besteht nicht nur einzig und alleine darin, die Schwächen in deinem Spiel aufzuzeigen, sondern diese auch gezielt zu minimieren.

Der wichtigste Schritt zur Verbesserung der eigenen Leistung ist es, zunächst einmal herauszufinden, welches die genauen Gründe für ein schlechtes Abschneiden auf einer bestimmten Spielstation waren. Das ist oftmals leichter gesagt als getan. Denn in den meisten Fällen sind unbemerkte Fehler in deiner Wurftechnik die „Übeltäter“. Und diese sind aus der eigenen Perspektive nur besonders schwer zu lokalisieren.

Am besten du fängst damit an, bei deiner nächsten Trainingseinheit gezielt die Stationen zu trainieren, auf denen du während deiner Challenge die meisten Punkte verloren hast. Daraus ergeben sich dann für dich zwei Möglichkeiten:

  • Option A) Du konntest dich verbessern und hast den Fehler gefunden.
  • Option B) Alles ist beim alten, nichts hat sich verbessert. 🙁

Wenn alle Stricke reißen und du einfach nicht weiterkommst, kannst du dir Lehrvideos im Internet ansehen und versuchen, der Sache weiter auf den Grund zu gehen. Auch kannst du einen guten Freund darum bitten, Handy-Videos von dir beim Werfen zu machen. Das kann dir bereits sehr interessante Einblicke in deine Wurftechnik ermöglichen.

Der einfachere und deutlich vielversprechendere Weg wäre es jedoch, besser gleich Kontakt zu erfahrenen Golfern aufzubauen. Oftmals können ein kurzes Gespräch mit einem Experten und ein paar kleine Veränderungen „hier und da“ wahre Wunder bewirken. Wichtig ist, dass du aufmerksam beobachtest, zuhörst und dich ernsthaft darauf einlässt, deine Wurftechnik zu ändern.

Tipp: „Lass am besten während deiner Technikumstellung die Punkte erst einmal Punkte sein. Erst wenn du absolute Sicherheit nach deinen Änderungen verspürst ist es an der Zeit, deine verbesserten Skills mit einer neuen Challenge erneut auf die Probe zu stellen.“

Individuelle Challenge gefällig?

In der Standardausführung sind gemischten Techniken und Wurfarten erlaubt. Warum aber nicht einmal eine reine Hyzer Challenge machen?

Dafür benötigst du ein mobiles Hindernis, wie beispielsweise eine lange Bambusstange. Diese platzierst du am besten immer jeweils ungefähr auf der Hälfte der Wurfentfernung. Je länger die Distanz, desto weiter kannst du das Hindernis zu Seite schieben. Folgende Werte haben sich für uns in der Praxis bewährt:

  • 2 bis 20 Meter: Platzierung der Stange mittig ohne Seitenabweichung
  • 25 – 50 Meter: 2 Meter Abweichung
  • 60 – 100 Meter: 5 Meter Abweichung

Jede Scheibe, die dein Mandatory verfehlt ist ungültig. Egal, ob sie dabei im Korb oder in der vorgesehenen Trefferzone landet. Natürlich kannst du die Challenge auch als Anhyzer und Straight Shot Ausführung machen. Für letztere würdest du dann natürlich zwei Hindernisse benötigen.

Für Enthusiasten – Feintuning des Schwierigkeitsgrades

Ehrlich gesagt hat uns die Festlegung der Zielvorgaben für die einzelnen Stationen ziemliche „Kopfschmerzen“ bereitet. Schließlich wollten wir zum einen ein System mit vergleichbaren Voraussetzungen schaffen („Hey Tommy – ich hab in der Hyzer Challenge 165 Punkte erzielt!“) und auf der anderen Seite aber auch ausreichend Flexibilität zulassen, damit jeder auf seinem persönlichen Leistungsniveau arbeiten kann.

Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang die Festlegung der Putt und Approach Zielvorgaben. Innerhalb von 10 Metern ist die Sache eindeutig: Hier können nur direkte Treffer zählen.

Sehr viel problematischer sind hingegen die nachfolgenden Entfernungen. Denn sicherlich wirst du in der Praxis auch Angriffe aus 12, 20 und 25 Metern wagen. Daher würde man doch als ambitionierter Golfer dazu tendieren, die Putt Zielvorgabe (direkter Treffer) auf mindestens 20 Meter zu erhöhen?

Wir haben sehr lange hin und her überlegt und mit diesem Ansatz gespielt. Allerdings entsteht hier das Problem, dass man dazu verleitet wird „ohne Rücksicht auf Verluste“ einfach draufzuhalten. Schließlich bekommt man ja nur einen Punkt für einen direkten Treffer. Ob die Scheibe beim Verfehlen des Korbes 3, 6 oder 15 Meter weiter fliegt, kann in unserem System so nicht berücksichtigt werden. Dabei ist gerade das der entscheidende Faktor, den man für die eigene Angriffstaktik berücksichtigen sollte.

Aus diesem Grund haben wir uns letztendlich klar für die Verwendung der Putt Safe Range als Approach Zielvorgabe entschieden. Denn nur auf diese Weise ist gewährleistet, dass du deine Putt und Approach Angriffe so vorsichtig und bedacht ausführst, dass du im Falle des Verfehlens mit 80 prozentiger Wahrscheinlichkeit mit deinem nächsten Wurf punktest.

Link: Weitere spannende Infos zum Thema Angriffstaktik findest du hier…


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