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Wenn die Distanzklasse auf einmal keine Rolle mehr spielt

Die Einteilung von Disc Golf Scheiben in Distanzklassen hat sich mittlerweile herstellerübergreifend am Markt etabliert. Und wir alle profitieren davon. Denn im unübersichtlichen Scheiben-Dschungel liefern sie uns brauchbare Informationen über die allgemeinen Flugeigenschaften einer Scheibe.

So ist allgemein bekannt, dass Putter für kurze Entfernungen und Distance Drivers für lange Strecken geeignet sind. Und in den meisten Fällen ist es schlichtweg „unvorteilhaft“, sich über diese Vorgaben hinwegzusetzen. Dann gibt es allerdings noch jene „besonderen“ Spielsituationen, in denen die Welt Kopf steht…

Driver Upshots

In folgenden Situationen kann es sinnvoll sein, auch sehr kurze Würfe mit einer High-Speed Disc zu spielen:

  • Skip-Shots: Manchmal landet deine Scheibe einfach so unglücklich, dass alle Luftwege in Richtung Auffangkorb von Ästen blockiert werden und nur ein sehr flaches Wurffenster unterhalb dieser Hindernisse besteht. In diesem Fall kannst du die Hindernisse mit einem gezielten Skip-Shot unterwerfen. Aufgrund der breiten Scheibenränder sind Weitwurfscheiben dafür am besten geeignet.
  • Rollers: Auch bei Würfen, bei denen du deine Scheibe in einem steilen Winkel bewusst so abspielst, dass sie steil auf dem Boden auftrifft und dann weiterrollt, sind meistens unliebsame Lufthindernisse im Spiel. Rollers sind grundsätzlich mit allen Scheibentypen möglich. Aufgrund der hohen Gewichtsverteilung auf den Scheibenrahmen sind Weitwurfscheiben hierfür jedoch am besten geeignet.
  • Gegenwind: In allen Distanzklassen gibt es overstable Scheiben, die bei einem Rückhandwurf (rechtshändig) entsprechend nach links ziehen. Bei besonders starken Gegenwindsituationen kann die „Linkslastigkeit“ von Puttern und Mid-Ranges unter Umständen jedoch nicht ausreichend sein, um den Wind zu bändigen. Indem du eine, oder gleiche mehrere Distanzklassen höher ansetzt, kannst du sicherstellen, dass deine Scheibe auch in einem starken Gegenwind wirklich nach links zieht.
  • Water OB (rechts): Einige anspruchsvolle Disc Golf Bahnen verlaufen parallel zum Wasser. Und manchmal wirst du sogar dazu gezwungen werden, deine Line direkt über das Wasser zu legen. Da ist es natürlich sonnenklar, dass deine Scheibe auch rechtzeitig ihren Weg zurück auf das sichere Land finden soll. Um das ganz sicher zu gewährleisten, kannst du – genau wie im Gegenwindbeispiel – auch kürzere Würfe mit einem Driver spielen. Da du deine High-Speed Disc auf kurze Distanz nicht voll ausspielst, wird sie sich noch sehr viel linkslastiger im Flug verhalten, als sie es ohnehin schon tut.

Putter Drives

Bei einem Putter Drive überschreitest du die vorgesehene Entfernung der jeweiligen Distanzklasse. Das ist vor allem in folgenden Spielsituationen sinnvoll:

  • Downhill Drives: Wenn es steil bergab geht sind den Flugfähigkeiten deiner Scheiben kaum Grenzen gesetzt. Und genau das kann unter Umständen zum Problem werden. Denn auf vielen abschüssigen Bahnen endet der Berg nicht unbedingt mit dem Auffangkorb, was ein drastisches Überwerfen des Ziels nur allzu leicht ermöglicht. 😉 Um das aktiv zu verhindern, kannst du auch 100 Meter Downhill Würfe mit einem Putter spielen, anstelle mit einem Distance Driver, wie du ihn wahrscheinlich ansonsten auf diese Entfernungen spielen würdest.
  • Water OB (vorne): Geradewegs einen Auffangkorb anzuspielen, der direkt am Wasser platziert ist, kann sich schnell zu einem Spiel mit dem Feuer entwickeln. Um sicherzustellen, dass du den Korb nicht überwirfst und deine Scheibe im Wasser versenkst, kannst du deinen Drive mit einem langsam fliegenden Putter ausführen.
  • Fast Greens: Steinige Untergründe und kurzgeschnittene Rasenflächen können die Platzierung deines Drives in der Putt Zone schnell zu einem gefährlichen Abenteuer machen. Und je höher die Distanzklasse, desto größer ist die Chance auf einen ungewollten Skip. Putter hingegen tendieren von Haus aus dazu, im Ziel liegenzubleiben. Das macht sie für Angriffe auf Körbe mit schnellem Untergrund besser geeignet als Drivers.

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